Fonds-Berufsunfähigkeitsversicherung mit Beitragsrückzahlung

Veröffentlicht am 17. Juni 2011 0 Kommentare

Sollten Sie sich beim Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung für die Variante mit Beitragsrückzahlung entschließen, dann haben Sie die Möglichkeit, die magere Rendite zu beeinflussen.

Etwas risikobereitere Versicherungskunden erhalten die Gelegenheit, die Rendite der traditionellen Kapitalanlagestrategie des Versicherers durch die so genannte Investment-BU (Berufsunfähigkeitsversicherung) oder selbständige BU mit Fonds etwas aufzuhübschen.

Sie hat die gleichen vertraglichen Merkmale wie eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung, lediglich die Überschüsse werden in einem Fondssparplan angelegt. Es gelten auch hier die gleichen Bedingungen, dass heisst, bei ungünstigem Geschäftsverlauf können die Überschüsse reduziert werden oder sogar ganz entfallen.

Interessant ist die Investment-BU vor allem in steuerlicher Hinsicht, denn das Finanzamt erkennt hier an, dass die Risikoabsicherung im Vordergrund steht und nicht die Kapitalbildung. Dadurch sind sowohl die Beiträge als auch die Auszahlung im Anschluss steuerfrei.

Steuerliche Behandlung ist hier der entscheidende Vorteil

Gerade die steuerliche Behandlung ist hier der entscheidende Vorteil gegenüber einer Strategie, bei der Sie selbst die Differenz zwischen Brutto- und Nettobeitrag in einen Investmentfonds-Sparplan einzahlen und die Beitragsverrechnung als Überschussverwendung bei Ihrer selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung gewählt haben.

Legt man die gleiche Wertsteigerung bei beiden Modellen zugrunde, wird die Nachsteuer-Rendite bei der Investment-BU regelmäßig höher ausfallen.

Achten Sie bei der fondsgebundenen Berufsunfähigkeitsversicherung auf Folgendes:

  • Gestatten die Versicherungsbedingungen eine Änderung der Überschussverwendung auch während der Vertragslaufzeit?
    Falls Sie mal einen finanziellen Engpass haben, müssen Sie Ihren wichtigen Berufsunfähigkeitsschutz nicht kündigen, sondern stellen die Überschussverwendung auf Beitragsverrechnung um und zahlen dann nur noch den Nettobeitrag.
  • Werden die Überschüsse monatlich in den Fonds investiert?
    Die Rendite bei einer monatlichen Investition ist auf Dauer höher und Sie nutzen auch die Vorteile des Cost-Average-Effekts.
  • Haben Sie Einfluss auf die Fonds-Auswahl?
    Dadurch können Sie auch während der Laufzeit in einen anderen Fonds umsteigen. Doch Vorsicht, hier müssen Sie auf die Switch-Gebühren achten.
  • Können Sie sich auch während der Vertragslaufzeit das Fondsguthaben auszahlen lassen?
    So behalten Sie sich auf jeden Fall Flexibilität.

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