Führungskräfte versichern sich jetzt preiswerter

Neben Eintrittsalter und Gesundheitszustand ist vor allem der ausgeübte Beruf für die Beitragsberechnung verantwortlich. Eine Überarbeitung der Berufsgruppeneinteilung führt dazu, dass sich Führungskräfte mit personeller Verantwortung preiswerter absichern.

Die Einteilung nach Berufsgruppen erfolgt unter anderem nach dem Ausmaß des körperlichen Einsatzes bei der jeweiligen beruflichen Tätigkeit und dem damit verbundenen Risiko, infolge eines Unfalls oder einer Erkrankung den Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben zu können.

Bei der Neufassung der einzelnen Berufsgruppen wurden vielfach auch einzelne Berufe dahingehend überprüft, ob sie noch dem ursprünglichen Berufsbild entsprechen. Wozu das führen kann, lässt sich beispielsweise an der Betrachtung des Berufs eines Druckers aufzeigen. Musste er in der Vergangenheit häufig schwere Druckplatten tragen, sitzt der Drucker heute vorwiegend am Computer. Durch die neue Einstufung spart er jetzt knapp ein Drittel des Beitrags.
Gleiches gilt auch für zahlreiche kaufmännischen Berufe, die durch die Neueinteilung von günstigeren Beiträge profitieren.

Bei Führungskräften mit Personalverantwortung gehen die Versicherer davon aus, dass allein das Delegieren von stressigen Aufgaben an Mitarbeiter zur Schonung beiträgt und bescheinigen daher dem Chef gute Aussichten, einer Berufsunfähigkeit zu entgehen. Das wird ebenfalls mit preiswerteren Beiträgen belohnt.

Ein Wermutstropfen bleibt, denn die Verbesserungen gelten nur für gesunde Neukunden und auch nur für diejenigen, die in ihrem derzeitigen Beruf eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Der Quereinsteiger in einem kaufmännischen Beruf hat durch die Neueinteilung keine Vorteile. Auch Berufstätige mit Vorerkrankungen oder risikoreichen Berufen aufgrund von körperlicher Arbeit sowie Personen mit psychisch belastenden Berufen haben nach wie vor mit Zuschlägen oder Ablehnung zu rechnen.

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